[Leseratten zu Gast] Kasia von nichtohnemeinbuch

18. Februar 2017


Kasia ist noch nicht so lange als Buchbloggerin unterwegs. Ich habe ihren Blog nichtohnemeinbuch das erste Mal über das #litnetzwerk-Wochenende kennengelernt. Neben Rezensionen wird dort auch viel über Lesungen und andere Events berichtet.

Jetzt aber erstmal auf zu ihren Antworten:


[Rattenfänger zu Gast] Christine Blum - Übersetzerin

12. Februar 2017


Zu einem Buch gehören viele Menschen. Nicht nur der Autor. Und etwas das grade bei Büchern aus dem Ausland sehr wichtig ist, ist der Übersetzer. Ich durfte (danke Vermittlung vom dtv Verlag! Danke nochmal dafür!) Christine Blum einige Fragen stellen. 
Frau Blum hat (ab dem zweiten Band) eine meiner absoluten Lieblingsbuchreihen übersetzt: Die Flüsse von London. Der neue Band dieser Reihe erscheint im Mai auf Deutsch (und ich hoffe ich habe Frau Blum nicht allzu sehr bei der Arbeit gestört). 

Aber jetzt geht es los:

[Little Brother - Blogtour] Warum es wichtig ist nicht nur zu zusehen

7. Februar 2017


Ich möchte heute hier über ein entscheidendes Thema aus „Little Brother“ reden: Aufstehen und sich wehren. Nicht mit Gewalt sondern mit Worten und mit Taten. Warum? Weil es wichtig ist!

Meinst du Mittelerde hätte das vierte Zeitalter erreicht, wenn die Gefährten einfach gesagt hätten „Ach, irgendwer wird sich schon kümmern?

Glaubst du Harry hätte Voldemort besiegen können, wenn Hermine, Ron und all die Anderen gesagt hätten „Ist ja nicht mein Problem“?

Weißt du wieso es in "1984" zu einem Überwachungsstaat kommen konnte? Weil alle dachten „Ich habe ja nichts verbrochen, sollen sie doch“!

Wäre Friedrich aus „Damals war es Friedrich“ auch gestorben, wenn mehr Leute was gesagt hätten? Und hätte die kleine Anna dann vielleicht noch ihr rosa Kaninchen? Wenn, ja wenn, damals mehr Leute aufgestanden wären und was gesagt hätten!

Ich möchte hier nicht die momentane politische Situation mit der um 1930 vergleichen. Die Ausgangsvoraussetzungen sind andere und das Ergebnis hoffentlich auch.

Dennoch: Wir sollten alle mehr machen und weniger reden. Denn wer sich nur im Internet aufregt, darf sich am Ende nicht beschweren, wenn die Radikalen erstarken. Dafür muss man nicht in eine Partei eintreten, es reicht völlig wählen zu gehen. Oder sich irgendwo zu engagieren. Meinetwegen kannst du auch einfach nur spenden (wählen gehen solltest du aber trotzdem…)

Ein Überwachungsstaat (wie in "1984", wie in "Little Brother") kann nur etabliert werden, wenn sich niemand wehrt. Über die NSA haben sich damals alle aufgeregt, aber wie viele haben ihr Nutzerverhalten geändert? Ich habe es nicht signifikant getan, auch wenn ich es mir vorgenommen habe. Wobei ich versuche öfter mal TOR zu benutzen.  Und auf Canaries achten (genauer: warrant canaries/ "Vollstreckungsbefehl Kanarienvögel" ist eine Aussage, dass ein Unternehme noch keine gerichtlichen Anfragen/Befehle erhalten hat, die es geheimhalten müsste. z.B. Anfragen auf Herausgabe von Daten.). Und auf Ähnliches. Wie beispielsweise den momentanen CSO von facebook: Alex Stamos. Quasi ein lebender Kanarienvogel, denn er hat seinen Job bei yahoo gekündigt, als sie dort einen Schlupfloch für die US Regierung einbauen sollten. Er ist einer der Menschen, der macht und nicht nur redet.

In Little Brother lebt Markus genau das auch vor. Statt einfach zuzusehen wie aus seiner Heimatstadt ein Überwachungsstaat wird überlegt er sich Wege diesen auszutricksen. Und er versucht andere auf die Gefahr der Überwachung aufmerksam zu machen. Obwohl sein Vater dagegen ist und obwohl er selbst besonders überwacht wird. Und obwohl Markus ja nicht unbedingt der typische Führer einer Rebellion ist. Er ist schließlich erst 17, geht noch zur Schule und hat sich vorher nie in irgendeiner Form engagiert.
Ein unwahrscheinlicher Held. Und einer, der auch eigentlich gar kein Held sein möchte. Aber trotzdem tut er etwas. Er akzeptiert nicht einfach, was in seiner Stadt grade passiert, sondern er versucht etwas zu ändern.

Morgen gibt es bei Elli von Buchhaim übrigens einen sehr interessanten Beitrag zu den eher technischen Aspekten von Little Brother. Maike hat euch gestern auf ihrem Blog Kunterbunte Flaschenpost ja schon den Autor Cory Doctorow vorgestellt.
Ab dem 25. Februar wollen wir gemeinsam „Little Brother“ lese bzw. nochmal lesen. Deswegen verlosen wir unter allen, die einen Kommentar hinterlassen, in dem sie sagen, dass sie am Gewinnspiel teilnehmen und wie wir sie erreichen können, zwei Exemplare der deutsche Ausgabe von Little Brother. Der Rowohlt Verlag war so nett und hat uns diese zur Verfügung gestellt.

Ich möchte hier mit einem Zitat aus „Little Brother“ schließen:
„Die meisten von uns haben sich für ‚keinen der Obengenannten‘ entschieden. Aber das funktioniert nicht. Ihr müsst wählen gehen – die Freiheit wählen“
Was ist deine Meinung zu diesem Thema? Kennst du das Buch schon? Hast du vor es mit uns zusammen zu lesen, ab dem 25.? Lass doch einen Kommentar da.

Teilnahmebedingungen für das Gewinnspiel
1. Um am Gewinnspiel teilzunehmen müsst ihr uns einen Kommentar hinterlassen, indem ihr uns mitteilt, dass ihr am Gewinnspiel teilnehmen möchtet und wie wir euch im Gewinnfall erreichen können.
2. Jeder kann nur 1x in den Lostopf hüpfen. Ihr dürft dennoch gerne auf allen drei Blogs kommentieren.
3. Teilnehmen kann jeder, der 18 Jahre oder älter ist, oder aber im Falle eines Gewinns die Erlaubnis der Eltern vorweisen kann.
4. Eine Teilnahme ist nur innerhalb Deutschlands, Österreich oder der Schweiz möglich
5. Sollte der Gewinn auf dem Postweg verloren gehen, übernehme ich keine Haftung.
6. Das Gewinnspiel geht bis zum 12. Februar 23.59Uhr. Ausgelost wird am 13. Februar per Zufallsprinzip.
7. Gewinnen könnt ihr eins von zwei Büchern. 8. Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich.


Nachtrag:
Die Gewinner stehen fest!

Gewonnen haben *trommelwirbel*

WortKunstSalat und Auroria!

[Leseratten zu Gast] Nicole Katharina von Goldkindchen

4. Februar 2017

Und wieder jemand, der selten bis gar nicht die gleichen Bücher liest wie ich: Nicole Katharina von Goldkindchen. Sie hat zusammen mit Nicole von AllroundMom Anfang Dezember die zweite Ausgabe des Kommentier- und Vernetzungswochenendes organisiert und war eine der Ersten, die bei #litnetzwerk unterwegs war. Mit ihrem Lese- und Rezensionstempo würde ich manchmal gerne mithalten können!

Aber jetzt auf zu den Interviewfragen:


[Jules Rezension] Die Wand

3. Februar 2017

Hallo meine Lieben!
Da wieder der erste Freitag im Monat ist, darf ich euch wieder ein Buch vorstellen!
Ich habe mich für „Die Wand“ von Marlen Haushofer entschieden, weil es eines der absurdesten Bücher ist, das ich je gelesen habe!

Informationen zum Buch

Marlen Haushofer Die Wand Cover List Verlag
Quelle: Verlag

Die Wand

Marlen Haushofer

Taschenbuch
288 Seiten
8,95€
ISBN 978-3548605715
Website des Verlags




Erster Eindruck

Auf dem aktuellen Cover sieht man ein einsames Haus auf einer Wiese mit viel blauem Himmel als Hintergrund. Im Original-Cover jedoch sieht man leicht verschwommene Hände, die eine unsichtbare Mauer absuchen.

Inhalt

Die Erzählerin ist in der Ich-Form und fährt mit ihrer Cousine und deren Mann in eine Jagdhütte. Als die beiden von einem Ausflug ins Dorf nicht zurück kommen, geht sie sie suchen. Dabei stößt sie auf eine unsichtbare Wand. Hinter der Wand ist das ganze Leben ausgestorben, man erfärhrt aber nie genau warum.
Von nun an ist die Erzählerin mit dem Hund und einigen weiteren Tieren komplett alleine und versucht sich ihr Leben so gut wie möglich zu richten. Die Lebensmittel muss sie sich natürlich einteile bzw. neue anbauen, Holz muss sie selbst schlagen, Butter und Käse ebenfalls selbst herstellen.
Das einsame Leben wird jedoch einmal kurz unterbrochen, als plötzlich ein Mann auftaucht...